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Thüringens Heilbäder und Kurorte erfahren eine große Anerkennung  

"Die Zahlen von 2019 wieder erreichen und übertreffen" 

Bad Langensalza (dfr). Zum 30. Geburtstag ihres Dachverbandes  -  dem Thüringer Heilbäderverband - haben Thüringens Heilbäder und Kurorte  eine große Anerkennung durch die Landespolitik, Partner aus Wirtschaft und Öffentlichkeit erfahren und sind  in ihrem Grundanliegen, einen gesellschaftlichen Beitrag für die Gesunderhaltung der Menschen zu  leisten, bestärkt worden.  Beim Thüringer Bädertag am 6. September 2021 in Saalfeld hieß Verbandspräsident Matthias Strejc Vertreter der Landesregierung und der TEAG als Hauptsponsor, Partner und Mitglieder des Verbandes herzlich willkommen und danke für die Unterstützung.  30 Prozent des touristischen Umsatzes, 11.600 Arbeitsplätze, 2,8 Mio. Übernachtungen 770 Mio. Euro Jahresumsatz und eine in der Region verbliebenen Wertschöpfung von 424 Mio. Euro gehen auf das Konto der Heilbäder und Kurorte im Freistaat. Eine Bilanz, so Ministerpräsident Bodo Ramelow in seinem Grußwort, die sich sehen lassen kann.  Der Thüringer Heilbäderverband könne auf diese Zahlen stolz sein. Ziel sollte es jetzt sein, die Zahlen von 2019 wieder zu erreichen und daran zu arbeiten, sie weiter zu übertreffen, betonte der Landesvater. Anerkennung zollte er auch dem im Januar 2021 verstorbenen langjährigen Verbandspräsidenten Bernhard Schönau. Ihn würdigte er als eine große Stütze, als einen, der voran ging und den Mut hatte, der Landesregierung einen Vorschlag zu unterbreiten, wie die wirtschaftlichen Folgen der  Corona-Pandemie in den Heilbädern und Kurorten mit finanzieller Hilfe des Landes bewältigt werden können. 

Mit Kurlastenausgleich und Sonderzuzahlungen habe man eine gemeinsame Lösung gefunden und ein wichtiges Zeichen der Unterstützung gesetzt, betonte Innenminister Georg Maier.  „Der Lockdown steckt uns allen noch in den Knochen, aber jede Krise ist auch eine Chance“, sagte er mit Blick auf den Inlandtourismus, der derzeit, bedingt durch die BUGA, einen Schwung erfahren würde und für weitere Anlässe genutzt werden müsste. 

Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee sieht die Heilbäder und Kurorte mit ihren  Ganzjahresangeboten als eine wichtige Ergänzung zu den aktivtouristischen Angeboten und als Stärkung für den Thüringen-Tourismus. Aber die Potentiale des Kurtourismus würden noch längst nicht ausgeschöpft werden, sagte er. Künftig müsse verstärkt an der Profilierung der Orte sowie der Inwertsetzung der örtlichen Heilmittel als Markenkern gearbeitet werden. Daran solle sich der Ausbau der kurörtlichen Infrastruktur, aber auch das Marketing stärker orientieren.

Für die Präsidentin des Deutschen Heilbäderverbandes Brigitte Goertz-Meisner ist die finanzielle Unterstützung der Thüringer Landesregierung für ihre Heilbäder und Kurorte nicht selbstverständlich.  Heilbäder und Kurorte  in Deutschland würden seit 127 Jahren ihrem gesellschaftlichen Auftrag nachkommen, für die Gesunderhaltung der Menschen  einzutreten und müssten immer wieder aufs Neue um ihre politische Anerkennung kämpfen. Sie sei beeindruckt, dass in Thüringen deren große Bedeutung als Wirtschaftskraft und Garant für eine medizinisch  therapeutische Versorgung im ländlichen Raum mit finanzieller Unterstützung anerkennend gewürdigt wird.  

„30 Jahre Thüringer Heilbäderverband, das sind 30 Jahre  Heilbäder und Kurorte in Thüringen“, betont Verbandspräsident Matthias Strejc im Nachgang zum Thüringer Bädertag. Wie sich aus einem „rohgeschliffenen Diamanten“ (Zitat: Wolfgang Tiefensee, den Zustand der  Kurorte  in der Wendezeit  betreffend)  eine Kurlandschaft entwickeln konnte, die im deutschlandweiten Orchester der Heilbäder und Kurorte mitspielt, das sei nur durch den engagierten Einsatz der Verantwortlichen vor Ort und der Unterstützung  der Landesregierung  möglich gewesen. Die aktuell vorliegende „Studie zur Fortentwicklung der Thüringer Heilbäder und Kurorte“ bezeichnet er als ein wichtiges Instrument für die zukünftige Entwicklung der Orte und einen Neustart im Verband. „Es ist nun an uns, etwa zurückzugeben“, ergänzt Geschäftsführerin Dorit Frank.

 

30 Jahre Thüringer Heilbäderverband e.V.

Bad Langensalza (dfr). Seit nunmehr 30 Jahren setzt sich der Thüringer Heilbäderverband für die Belange seiner Mitglieder in Politik und Öffentlichkeit ein, ist Sprachrohr, Unterstützer und Berater zugleich.

Den Grundstein dafür legten am 24. Juni 1991 in Bad Sulza zehn Vertreter aus Thüringer Kurorten. Verbandsvizepräsident und Gründungsmitglied Johannes Hertwig erinnert sich: “Unser Ansinnen war es, eine kraftvolle Vereinigung zu schaffen, die sich in den Verteilerkampf einbringen sollte. Wir wollten den Heilbädern und Kurorten aus dem grünen Herzen des wieder vereinten Deutschlands einen Platz im großen Orchester sichern, damit diese eine Chance zum Mitspielen bekamen.“ Und die bekamen sie auch.

Heute sind Thüringens Heilbäder und Kurorte staatlich anerkannt und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im Freistaat. Sie leisten einen bedeutungsvollen Beitrag in der Gesunderhaltung der Menschen und spielen darüber hinaus im deutschlandweiten  Orchester der Heilbäder und Kurorte mit.

30 Prozent der touristischen Übernachtungen im Freistaat gehen auf ihr Konto und sprechen für die Attraktivität der Orte sowie den Zuspruch für deren gesundheitstouristische Dienstleistungen und Angebote.

Doch zum ersten Mal in der Geschichte des Verbandes überschattet eine Krise das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben, die den Mitgliedern, den 16 Heilbädern und Kurorten sowie den beiden Gesundheitseinrichtungen, vieles abverlangt. Die Schließung der Einrichtungen und das Ausbleiben der Gäste treffen die Orte komplex.

Von Beginn der Corona-Pandemie an hat die Verbandspitze mit lauter Stimme die  äußerst schwierige Situation seiner Mitglieder gegenüber der Landespolitik kommuniziert und auf  staatliche Unterstützung gesetzt. Ein Hilferuf, der nicht ungehört blieb. „Wir sind sehr dankbar für die große Hilfe“, so Hertwig. Für ihn ein Zeichen der Anerkennung der Leistungen der verantwortlichen Akteure vor Ort. Nur mit der Unterstützung der Landesregierung ist es in den zurückliegenden Jahren und der Zeit der Pandemie gelungen, ihre Standorte als solche zu sichern, den ländlichen Raum zu stärken, Arbeitsplätze zu erhalten und letztendlich dem Verlust der medizinischen Versorgung entgegenzuwirken. „Umso mehr ist das 30. Gründungsjubiläum Anlass, allen Unterstützern aus Politik und Gesellschaft, Partnern und Freunden herzlich zu danken“, betont Johannes Hertwig.