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10. September 2020

30. Thüringer Bädertag – Allen zum Wohle

Moorheilbad Bad Lobenstein ist Gastgeber

 

(THBV). Bad Lobenstein ist in diesem Jahr Gastgeber des Thüringer Bädertages.

Am 21. September lädt der Thüringer Heilbäderverband bereits zum 30. Mal zum alljährlich stattfindenden Branchentreff ein.

Für die Bäderfamilie und deren Gäste immer wieder ein willkommener Anlass, sich fachlich auszutauschen, Netzwerke zu knüpfen und neue Ideen und Erkenntnisse zu gewinnen.

Das wird auch in diesem Jahr so sein. Allerdings unter anderem Vorzeichen. Die Corona-Pandemie ist allgegenwärtig und zwangsläufig das beherrschende Thema. Und so nehmen die Vortragsthemen Bezug auf die gegenwärtige Lage und sollen helfen, Zusammenhänge zu erkennen und Antworten zu finden.  Mit Prof. Dr. Dennis Hürten, Professor Gesundheits- und  Tourismusmanagement, Hochschule für Wirtschaft und Umwelt, Nürtingen-Geislingen

und Dr. Nicolaus Prinz vom ift Freizeit- und Tourismusberatung Köln, hat der Thüringer Heilbäderverband zwei Referenten gewonnen, die seit vielen Jahren in der Trend- und Zukunftsforschung tätig und mit den Spezialgebieten Destinationsmanagement und -marketing, Gesundheitstourismus, Angebots- und Produktentwicklung befasst sind. Sie werden den Fragen nachgehen, wie nachhaltig sich das Gesundheitsverhalten der Menschen verändern wird, welche Bedeutung Thüringens Heilbäder und Kurorte in und nach der Corona-Krise haben und wie die derzeit große Herausforderung zu meistern ist:  den Kur- und Tourismusbetrieb aufrecht zu erhalten. Gespannt sein dürfen die Tagungsteilnehmer ebenfalls auf die  Zeit-Online-Redakteurin Wlasa Kolosowa, die darüber sprechen wird, wie der Tagesablauf zu optimieren ist und wie die dadurch gewonnene Zeit sinnvoll einzusetzen ist.

„Wer hätte beim ersten Thüringer Bädertag in Bad Liebenstein geglaubt, dass eine Tradition ins Leben gerufen wird, die nun schon drei Jahrzehnte währt“, so  Verbandspräsident Bernhard Schönau. Für ihn ein Beleg für die Beständigkeit der Heilbäder und Kurorte in Thüringen, die „Allen zum Wohle“ einen herausragenden Beitrag bei der Gesunderhaltung der Menschen leisten würden. Wertgeschätzt wird dies, so Schönau,  auch von drei Thüringer Landesministern/in  und der Präsidentin des Deutschen Heilbäderverbandes, die ihr Kommen zugesagt haben.

Welche Entwicklung die Thüringer Bädertage in 30 Jahren genommen haben, das wird Verbandsvize und „Urgestein der Bäderfamilie“ Johannes Hertwig zu Beginn der Jubiläumsveranstaltung in Erinnerung rufen.  Last but not least bietet im  Anschluss  an das Tagungsprogramm am Nachmittag eine Chartertour auf der Bleichlochtalsperre genügend Raum für vertiefende Gespräche, Ideenfindung und Gedankenaustausch.

 

 

 

24. August 2020

Thüringer Heilbäderverband fordert für Heilbäder und Kurorte eine Verlängerung der Krisenmaßnahmen 

 

Der Thüringer Heilbäderverband mahnt für Thüringens Heilbäder und Kurorte dringend eine Verlängerung der Krisenmaßnahmen für 2021 an. In einem Schreiben wendet sich Verbandspräsident Bernhard Schönau an die  Landesregierung, in der Haushaltsdiskussion für das Jahr 2021 deren Belange nicht außer Acht zu lassen.

Noch ist die Corona-Krise nicht überwunden, noch gibt es große Zweifel, wie das Jahr 2020 und die folgenden im wirtschaftlichen Bereich der Heilbäder und Kurorte weiter verlaufen werden. Sorgen würden vor allem die Lockdown-Folgen bereiten, die mit großer Wahrscheinlichkeit über das Jahr 2020 hinausgehen werden, so Bernahrd Schönau. Die  wirtschaftliche Nachfrage wird trotz Einstieg in die Normalität durch Einkommensausfälle, Unsicherheit und teils fortbestehende Einschränkungen belastet bleiben.

Deutlich zum Ausdruck gebracht haben dies neben dem Verbandspräsidenten auch Verbandsvize Johannes Hertwig und Bürgermeister Thomas Klöppel bei einem am vergangenen Donnerstag im Rathaus in Friedrichroda stattgefundenen Treffen mit Innenminister Georg Maier und SPD-Landtagsfraktionschef Matthias Hey. Stellvertretend für alle Heilbäder und Kurorte Thüringens zeigte Bürgermeister Klöppel die coronabedingte prekäre Entwicklung der Haushaltssituation für seinen Kurort auf. Wie die Prognose für Thüringens Heilbäder und Kurorte für 2020 insgesamt ausfallen wird, darüber wollen sich die Verbandsmitglieder in der Mitgliederversammlung am 22.9.2020 erneut verständigen, informierte der Verbandschef. Matthias Hey begrüßte das Vorgehen, denn aus seiner Sicht sei dies enorm wichtig, um die  Notwendigkeit der Unterstützung für die Heilbäder und Kurorte aufzuzeigen und handfeste Argumente ins Feld führen zu können.

Während Minister Maier die Verstetigung des Sonderlastenausgleichs bestätigte, musste er die Erwartung an eine zeitnahe Auszahlung der 5 Mio. Euro aus dem Corona- Hilfspaket an die Thermen dämpfen. Das EU-Beihilferecht würde eine rechtliche Hürde  darstellen, mit der er die Verzögerung begründete und betonte, gemeinsame mit dem TMWWDG um eine baldige Lösung bemüht zu sein.

 

 

 

12. Juni 2020 

Thüringens Heilbäder und Kurorte stehen vor großer Herausforderung in der Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie

(THBV). „Wir haben für unsere Heilbäder und Kurorte viel erreicht, ich bin sehr zufrieden“, mit diesen Worten beschreibt der Präsident des Thüringer Heilbäderverbandes Bernhard Schönau das vom Thüringer Landtag milliardenschwere Hilfspaket zur Abmilderung der Corona Krise, von dem Thüringens Heilbäder und Kurorte 10 Mio. Euro und die Erholungsorte 5 Mio. Euro erhalten werden. Sein Dank gilt der Landesregierung, von der sich die Heilbäderbranche jetzt wahrgenommen fühlt. Das ist wichtig, weil, so Schönau weiter, die  Heilbäder, Kurorte und Erholungsorte im Freistaat würden  einen  großen Beitrag in der Gesunderhaltung der Menschen leisten, das Rückgrat des ländlichen Raums bilden und mit 1/3 der touristischen Gesamtübernachtungen wirtschaftlich bedeutungsvoll sein. Mit dem 10 Mio. Euro schweren Hilfspaket für die hoch prädikatisierten Orte können Einnahmeverluste abgemildert und Insolvenzen abgewendet werden, ist er überzeugt.  Denn durch die Schließung aller Kurbetriebe und öffentlichen Einrichtungen seit Mitte März haben alle für die im Zusammenhang mit dem Kurtourismus arbeitenden Unternehmen deutliche wirtschaftliche Verluste zu vermelden. Das hat eine aktuelle Umfrage des Verbandes  in seinen Mitgliedsorten bestätigt, bei der die durch die Corona Pandemie verursachten Umsatzverluste und bestehende Fixkosten  ermittelt worden sind.  Am härtesten trifft es die Kommunen, die eine Therme in ihrem Haushalt  verankert haben. Selbst bei jetziger Öffnung der Thermen sei noch nicht absehbar, wie die Entwicklung weitergehe  und wie sich Einrichtungen wirtschaftlich erholen würden, hieß es von den Bürgermeistern und Kurdirektoren, die in einer Sondersitzung des Thüringer Heilbäderverbandes am gestrigen Donnerstag  über die Folgen der Corona-Pandemie in Bad Tabarz beraten haben. Deshalb müsse es zu einer schnellen  Auszahlung des  Sonderlastenausgleichs schon jetzt und nicht erst im Oktober kommen, so die Forderung an die anwesenden Vertreter aus Innen- und Wirtschaftsministerium sowie der SPD- und FDP-Landtagsfraktion. Die wiederum signalisierten eine zügige  Bearbeitung.

 

7. April 2020

Zur aktuellen Lage in Thüringens Heilbädern und Kurorten

(THBV). Die Corona-Krise setzt Thüringens Heilbädern und Kurorten sehr zu. Jetzt schon rechnen sie für das gesamt Jahr  mit großen finanziellen Einbußen.

„Wir blicken sorgenvoll auf die gegenwärtige Lage mit ihren erheblichen Einschränkungen im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereich, und deren weiteren Entwicklung. Die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus treffen die Heilbäder und Kurorte in besonderem Maße“, so der Bernhard Schönau, Präsident des Thüringer Heilbäderverbandes.

2.874.574 Übernachtungen und 577.752 Ankünfte konnten die Verbandsmitgliedsorte 2019 verbuchen, das waren 1/3 der touristischen Gesamtübernachtungen im Freistaat. Das spricht für die Attraktivität der Heilbäder und Kurorte und den Zuspruch für deren gesundheitstouristische Dienstleistung und Angebote, betont Schönau. Doch mittlerweile ist es in den Orten ruhig geworden, die Corona-Krise trifft sie komplex, betont er. Durch die aktuelle Schließung aller Kurbetriebe und öffentlichen Einrichtungen, vorerst bis zum 19. April 2020, sind keine touristischen Übernachtungen erlaubt, Tagesgäste bleiben aus, die Belegungszahlen in den Rehakliniken sinken. Schon jetzt ist aus den dem Verband vorliegenden Ersteinschätzungen ein deutlicher wirtschaftlicher Verlust für die im Zusammenhang mit dem Kurtourismus arbeitenden kommunalen Unternehmen zu erkennen. Die Heilbäder und Kurorte vermelden für die Monate Mitte Februar bis Mitte Mai bereits einen Verlust in den Kurtaxeinnahmen von 1,3 Mio. Euro, in fünf Thermen wird eingeschätzt, dass allein in diesem Zeitraum 1,29 Mio. Euro  bei den Einnahmen fehlen. Bestehende Fixkosten in den Gesundheitseinrichtungen, Arbeitgeberzuschuss für Kurzarbeitergeld,  die Einschränkungen der Dienstleistungen im Gesundheitsbereich, die Schließungen in der Gastronomie, im Beherbergungsgewerbe und Einzelhandel, die Schließungen bzw. Stornierungen von touristischen Angeboten sowie die Absage von Veranstaltungen – all das steht unter dem Einfluss der Pandemie-Auswirkungen und hat zu einschneidenden Veränderungen im gesamten kurörtlichen Leben geführt. Die gegenwärtige Stimmungslage befeuert zudem die Sorge um den Erhalt des an strenge Kriterien gebundenen Kurortestatus, betont er.

Um die absehbaren, unvermeidlichen finanziellen Schäden einzudämmen, eine weitestgehende Sicherung der Wirtschaftlichkeit der Unternehmen der Kur-Tourismus-Branche und letztlich den Erhalt des Kurortestatus der Heilbäder und Kurorte zu gewährleisten, bittet der Thüringer Heilbäderverband um dringende Unterstützung der Thüringer Landespolitik. Die Folgen der Corona Krise müssen durch staatliche Hilfen abgefedert werden, betont Schönau.

Auch an die Thüringer Tourismus GmbH appelliert Schönau. Diese müsse ihre Werbeaktivitäten und Vertriebsmöglichkeiten nach der Corona-Krise deutlich ausweiten und Thüringens Heilbäder und Kurorte mit einzubeziehen. „Wenn Thüringen auch künftig als attraktives Reiseziel wieder beworben wird, muss die Ansprache ebenfalls an Gesundheitstouristen erfolgen“, ist er überzeugt.

 

Weitere Informationen aus dem Verband und den Heilbädern und Kurorten finden Sie unter folgendem Link:

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