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28. Thüringer Bädertag in Bad Sulza

„Die Kur- und Wellnessanbieter haben das Zeug dazu, ein echtes Zugpferd für den Thüringen-Tourismus zu werden“

 

(THBV) „Gesundheit ist das größte Gut - diesem Gut die nötige Aufmerksamkeit entgegenzubringen und zur Gesunderhaltung der Menschen beizutragen, dieser Aufgabe stellen sich Thüringens Heilbäder und Kurorte“, das sagte Bernhard Schönau, Präsident des Thüringer Heilbäderverbandes zur Eröffnung des Thüringer Bädertages am 17. September in Bad Sulza. Der Thüringer Heilbäderverband hatte an diesem Tag bereits zum 28. Mal zum alljährlichen Branchentreff eingeladen.

 

Mit ihren Angeboten und ihrer Kompetenz in Sachen Gesundheit würden die Heilbäder und Kurorte einen herausragenden Beitrag zur Gesundung und Gesunderhaltung der Menschen leisten, außerdem mit ihren touristischen Angeboten auch entscheidende Mitgestalter der Regionen sein. Dass es sich in Thüringen gut leben lässt, sei auch ein stückweit ihr Verdienst, so Schönau.

Thüringens Innenminister Georg Maier sah das nicht anders. In seinem Grußwort hob er die bedeutende Rolle der Thüringer Heilbäder und Kurorte für Wirtschaft und Tourismus hervor und betonte, sich dafür einzusetzen, dass der sogenannte „Sonderlastenausgleich“ verstetigt wird, um allen Heilbädern und Kurorten Planungssicherheit zu geben. Von der Bäderfamilie wurde das mit großem Wohlwollen aufgenommen. Geld, das in den Ausbau der Gesundheitsstandorte fließt, um sie noch attraktiver zu gestalten und zukunftssicherer zu machen.

 

„Die Kur- und Wellnessanbieter haben das Zeug dazu, ein echtes Zugpferd für den Thüringen-Tourismus zu werden“, sagte die Staatssekretärin im Thüringer Wirtschaftsministerium Valentin Kerst. Dafür müsse aber weiter an Strukturen, Qualität und Angeboten gearbeitet werden. „Vor allem muss es uns gelingen, eine eigene Thüringer Marke und ein überregional sichtbares Leitprodukt für das Thema ‚Gesundheit und Wellness‘ zu entwickeln“, so die Staatssekretärin. Ein Thema, mit dem sich der Thüringer Heilbäderverband seit längerem schon befasst. Am Rande der Veranstaltung äußerte Verbandspräsident Schönau den Wunsch, die mit den Verbandsmitgliedern geplante Produktoffensive bald umsetzen zu können und möglicherweise beim Thüringer Bädertag 2019 erste Ergebnisse liefern zu können.

 

Unterstützungsbekundungen seitens der Thüringer Landesregierung, die auch Brigitte Goertz-Meissner, Präsidentin des Deutschen Heilbäderverbandes, gerne hörte. In ihrem Grußwort hob sie die gemeinsame Stärke der Heilbäder und Kurorte in Deutschland hervor, mit der immer wieder in den poltischen Gremien auf Bundesebene agiert werden müsse um Aufmerksamkeit und Berücksichtigung bei fachspezifischen Beschlussfassungen zu finden.

 

Den Auftakt zum Vortragsprogramm bildet ein Beitrag von Marion Schneider, geschäftsführende Gesellschafterin der Toskanaworld, über die 25-jährige Geschichte des Klinikzentrum Bad Sulza und der Mitwirkung bei der Entwicklung des Kurortes Bad Sulza zum heutigen Gesundheitsstandort. Im Anschluss widmete sich die Zukunftsforscherin Anja Kirig gesellschaftlichen Megatrends und ihren Konsequenzen für Gesundheitsdestinationen. Sabine Merten, Gesundheitsmanagerin der IKK classic Erfurt, ging der Frage nach, wie es Unternehmer aus unterschiedlichen Branchen schaffen, ihren Mitarbeitern einen gesunden Arbeitsplatz zu bieten, an dem sie sich sicher und wohl fühlen. Dafür gab sie einen Einblick, wie betriebliches Gesundheitsmanagement aussehen kann.

Für vertiefende Gespräche, Ideenfindung und Gedankenaustausch konnte eine Inselpause zwischen den Vorträgen genutzt werden. Je nach Themeninteresse nutzten die Tagungsteilnehmer mit einem/er Experten/in über Gesundheit am Arbeitsplatz, Fachkräftemangel sowie Tourismusstrategie 2025 Produktentwicklung und Gesundheitstourismus diskutieren. Das Pendant zum gesunden Tagesmotto setzte dann der Kriminologe und Polizeiwissenschaftler Markus Wortmann. In seinem Vortrag „Vernetzung und Informationsflut – Tatort Internet“ zeigte er auf, wie man sich vor Gefahren im Internet schützen kann.