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Thüringer Heilbäderverband  will sich neu aufstellen

13. 10. 2021

 

 (dfr). Mit einer Personal- und Finanzaufstockung will sich  der Thüringer Heilbäderverband neu aufstellen. Grundlage dafür bildet ein strategisches Entwicklungskonzept, welches in der heutigen außerordentlichen Mitgliederversammlung in Bad Tabarz von allen Bürgermeistern der 16 Verbandsmitgliedsorte einstimmig beschlossen wurde.

 „Damit wollen wir ein Signal setzen, dass wir bereit und willens sind, die an uns gestellten  Anforderungen an einen leistungsstarken und innovativen Verband gerecht zu werden“, sagte Verbandspräsident  Matthias Strejc nach der Beratung. 

In erster Linie ginge es darum, die zukunftsorientierte Ausrichtung seiner Mitgliedsorte zu unterstützen, deren arbeitsmarktpolitische und wirtschaftliche Bedeutung sowie der ortsspezifischen gesundheitlichen Kernkompetenzen zu stärken. Dazu will der Verband nicht nur Interessenvertreter,  Ideengeber und Berater zugleich sein. Er will die interne, politische Kommunikation und Netzwerkarbeit fördern, insgesamt seiner Dienstleistung ein neues Gesicht geben. Möglich wird dies nur mit einer Personal- und Finanzaufstockung sein, betonte der Verbandspräsident. Gute Zukunftschancen sieht er überdies für die Verbandsmitgliedsorte. Sie würden über auseichendes Entwicklungspotenzial verfügen, wie das  aktuell vorliegende Ergebnis der vom Thüringer Wirtschaftsministerium  in Auftrag gegebenen Studie zur Fortentwicklung der Heilbäder und Kurorte in Thüringen zeigt. Darin wird den Orten  einerseits eine Kompetenz im Gesundheitstourismus als auch  den Tourismus zugesprochen. Andererseits müsse die gesundheitstouristische Angebotsentwicklung künftig zweigleisig mit dem klaren Fokus auf die ortsspezifischen gesundheitlichen Kernkompetenzen gestaltet werden. Dem Thüringer Heilbäderverband  wird empfohlen,  Organisationsstruktur,  Marketinginstrumente und Netzwerkarbeit auf den Prüfstand zu stellen.

„Wir wissen, dass Handlungsbedarf in den Heilbädern und Kurorten, aber auch im Verband besteht, insofern bestätigt das Ergebnis unsere Zielstellung“, so Strejc weiter.

Nun gelte es, die in der Studie beschriebenen Handlungsempfehlungen umzusetzen. Auf dieser Basis habe das Verbandspräsidium ein strategisches Entwicklungskonzept vorgelegt, in dem die Ziele und Aufgaben für die weite Verbandsarbeit formuliert und mit den Mitgliedern beraten worden sind.

 

Auch sehe sich der Verband gegenüber der Landespolitik, insbesondere dem Thüringer Ministerium für Kommunales und Inneres sowie dem Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft, „in die Pflicht genommen“, das in den Verband und seine Mitglieder gesetzte Vertrauen, zu  rechtfertigen. 

„Eine seit Jahren vom Thüringer Heilbäderverband geführte Grundsatzdebatte zur künftigen Entwicklung unserer Heilbäder und Kurorte hat damit richtig Fahrt aufgenommen“, freut sich der Verbandschef.  In der Umsetzung des Entwicklungskonzeptes, für die ein klarer Zeitplan formuliert  ist, wolle man nicht auf die Zusammenarbeit mit dem Thüringer Wirtschaftsministerium und der Thüringer Tourismus GmbH verzichten. In einem ersten Gespräch haben deren Vertreter ihre Unterstützung zugesagt, zeigte sich Matthias Strejc zufrieden.