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Thüringens Heilbäder und Kurorte stehen vor großer Herausforderung in der Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie

12. 06. 2020

 

(THBV). „Wir haben für unsere Heilbäder und Kurorte viel erreicht, ich bin sehr zufrieden“, mit diesen Worten beschreibt der Präsident des Thüringer Heilbäderverbandes Bernhard Schönau das vom Thüringer Landtag milliardenschwere Hilfspaket zur Abmilderung der Corona Krise, von dem Thüringens Heilbäder und Kurorte 10 Mio. Euro und die Erholungsorte 5 Mio. Euro erhalten werden. Sein Dank gilt der Landesregierung, von der sich die Heilbäderbranche jetzt wahrgenommen fühlt. Das ist wichtig, weil, so Schönau weiter, die  Heilbäder, Kurorte und Erholungsorte im Freistaat würden  einen  großen Beitrag in der Gesunderhaltung der Menschen leisten, das Rückgrat des ländlichen Raums bilden und mit 1/3 der touristischen Gesamtübernachtungen wirtschaftlich bedeutungsvoll sein. Mit dem 10 Mio. Euro schweren Hilfspaket für die hoch prädikatisierten Orte können Einnahmeverluste abgemildert und Insolvenzen abgewendet werden, ist er überzeugt.  Denn durch die Schließung aller Kurbetriebe und öffentlichen Einrichtungen seit Mitte März haben alle für die im Zusammenhang mit dem Kurtourismus arbeitenden Unternehmen deutliche wirtschaftliche Verluste zu vermelden. Das hat eine aktuelle Umfrage des Verbandes  in seinen Mitgliedsorten bestätigt, bei der die durch die Corona Pandemie verursachten Umsatzverluste und bestehende Fixkosten  ermittelt worden sind.  Am härtesten trifft es die Kommunen, die eine Therme in ihrem Haushalt  verankert haben. Selbst bei jetziger Öffnung der Thermen sei noch nicht absehbar, wie die Entwicklung weitergehe  und wie sich Einrichtungen wirtschaftlich erholen würden, hieß es von den Bürgermeistern und Kurdirektoren, die in einer Sondersitzung des Thüringer Heilbäderverbandes am gestrigen Donnerstag  über die Folgen der Corona-Pandemie in Bad Tabarz beraten haben. Deshalb müsse es zu einer schnellen  Auszahlung des  Sonderlastenausgleichs schon jetzt und nicht erst im Oktober kommen, so die Forderung an die anwesenden Vertreter aus Innen- und Wirtschaftsministerium sowie der SPD- und FDP-Landtagsfraktion. Die wiederum signalisierten eine zügige  Bearbeitung.