Heilbäder und Kurorte in Thüringen
 
Link verschicken   Drucken
 

Zehn Millionen Euro für Thüringens Heilbäder und Kurorte

22.10.2019

 

Bad Langensalza. Die 19 staatlich anerkannten Heilbäder und Kurorte in Thüringen haben auch in diesem Jahr wieder 10 Millionen Euro als Sonderlastausgleich aus dem Landeshaushalt bekommen. „Besonderer Dank gilt Innenminister Georg Maier, der sich in Gesprächen mit uns immer wieder für den Erhalt des Sonderlastausgleichs ausgesprochen hat“, sagt Bernhard Schönau, Präsident des Thüringer Heilbäderverbandes. Er sieht darin eine Wertschätzung der Arbeit der Heilbäder und Kurorte, die einen großen Beitrag für einen attraktiven Lebens- und Arbeitsraum bilden und das Rückgrat des ländlichen Raums sind. Was die Orte ausmacht, das ist die Kombination aus medizinischer Kompetenz und ortsgebundener Heilmittel sowie einer kurörtlichen Infrastruktur, die nicht nur Kurgästen und Patienten sowie Einheimischen vorbehalten ist. Immer mehr erschließen Touristen die Erholungs- und Freizeitangebote der Kurstädte. „Das ist unser Pfund, mit dem wir gegenüber touristischen Destinationen wuchern können“, so Schönau. Jährlich wird jede dritte der knapp zehn Millionen Gästeübernachtungen im Freistaat in einem Kurort gebucht. Das sei das Ergebnis jahrelanger Bemühungen um die staatliche Anerkennung als Kurort. Die damit verbundenen finanziellen Mehrbelastungen und Leistungen müssen die Kommunen selbst tragen, macht Schönau deutlich. Den Sonderlastenausgleich hatte die rot-rot-grüne Landesregierung 2016 eingeführt, um damit die Kurorte ein stückweit zu entlasten. Das Geld, das in den Erhalt der kurörtlichen Infrastruktur wie beispielsweise in die Pflege der Kurparks und zur Attraktivitätssteigerung fließt, ist gut angelegt, betont der Verbandspräsident.  Als weitere Beispiele nennt er den geplanten Umbau der Touristinformation in Bad Frankenhausen und die Sanierung der Gradierwerke in Bad Salzungen und Bad Sulza, den Um- und Ausbau des Kurmittelhauses in Bad Klosterlausnitz, die  Umgestaltung des Kurparks in Friedrichroda und die Umsetzung des Tourismus- und Kurortentwicklungskonzept in Bad Liebenstein sowie die Modernisierung der Friederiken Therme in Bad Langensalza.