Link verschicken   Drucken
 

Wer übernimmt die Kosten?

 

Auf eigene Kosten ist die Durchführung einer Kur jederzeit möglich. Liegt eine medizinische Notwendigkeit vor, können die Kosten teilweise ersetzt werden. Innerhalb des Sozialversicherungssystems und nach dem Beamtenrecht werden Kosten von einem der Leistungsträger, z. B. der Krankenkasse, der Rentenversicherung, der Beihilfestelle, ganz oder teilweise übernommen.

Bei einer Genehmigung von ambulanten Vorsorgeleistungen in anerkannten Kurorten durch die Krankenkasse werden z. B. 100 % der Kurarzt-Kosten und 90% der Kosten für die Kurmittel erstattet. Weiterhin erhalten die Patienten Zuschüsse für Unterkunft/Verpflegung/Kurtaxe in Höhe von bis zu 13 Euro/Tag. Kleinkindern stehen 21 Euro/Tag zu. Bei stationären Vorsorgeleistungen werden die Kosten voll übernommen. Es besteht eine Eigenbeteiligung von 10 Euro/Tag. Ambulante, bzw. stationäre
Rehabilitationsleistungen werden ebenfalls voll erstattet, bei einer Eigenbeteiligung von 10 Euro/Tag.

Berufstätige wenden sich in der Regel an die Rentenversicherung. Bei dieser ist die Bewilligung davon abhängig, dass der Versicherte eine bestimmte Versicherungszeit nachweisen kann. Rentner setzen sich mit der Krankenkasse in Verbindung.

Gesonderte Regelungen gelten für Leistungsempfänger laut dem Sozialgesetzbuch für Personen, die einen Arbeitsunfall erlitten haben und Angehörige des öffentlichen Dienstes. Für sie sind das Sozialamt, der Unfallversicherungsträger, bzw. die Beihilfestelle zuständig. Wird ein Kurantrag abgelehnt, lohnt sich in vielen Fällen der Widerspruch. So werden immerhin noch 80 Prozent aller zunächst abgelehnten Kuranträge doch noch von den Krankenkassen akzeptiert. (Deutscher Heilbäderverband)